Universität der Bundeswehr München

Nutzungsvereinbarung

Nutzungsvereinbarungen

Betriebsordnung des Rechenzentrums

Betriebsordnung des Rechenzentrums

 

der Universität der Bundeswehr München (BORZ)

vom 28. September 1998

 

Aufgrund von § 17 Abs. 2 der Rahmenbestimmungen für Struktur und Organisation der Universität der Bundeswehr München (RahBest) vom 30. Mai 1997 erläßt die Universität der Bundeswehr München die nachfolgende Betriebsordnung des Rechenzentrums (BORZ).

Mit allen Funktionsbezeichnungen sind Frauen und Männer in gleicher Weise gemeint. Eine sprachliche Differenzierung im Wortlaut der einzelnen Regelungen wird aus Gründen der Klarheit und Verständlichkeit dieser Ordnung nicht vorgenommen.

I. Verwaltungsordnung

§ 1Rechenzentrum

1Das Rechenzentrum (RZ) ist eine zentrale Einrichtung der Universität der Bundeswehr München (UniBwM). 2Es untersteht dem Präsidenten der UniBwM.

§ 2 Aufgaben des Rechenzentrums

(1) Das RZ erbringt Dienstleistungen in den Bereichen

  • Betrieb einer Informationsveraitungs- Infrastruktur
    (IV-Infrastruktur)
  • Programmierung
  • Beratung und praktische Ausbildung

(2) Dem RZ obliegen inbesondere folgende Aufgaben:

·         Betrieb der zentralen Datenverarbeitungsanlagen (Server,
Spezialgeräte, Workstation- und PC-Pools,  usw.) für Auf-
gaben aus Forschung, Lehre und Verwaltung;

·         Planung, Aufbau und Betrieb der Datennetz-Infrastruktur,
bestehend ausdem hochschulinternen Datennetz und den
Anschlußpunkten an externe Netze;

·         Betrieb übergreifender Kommunikationssysteme (Elektroni-
sche Post, Verzeichnissysteme, Informationdienste,
Gateways, usw.);

·         Gewähleistung von Datenschutz und Datensicherheit im
Bereich der vom RZ betriebenen IV-Infrastruktur;

  • Distribution, Pflege und Betreuung von Systemsoftware
    und breitgestreut einsetzbarer Anwendungssoftware für
    die vom RZ unterstützte IV-Infrastruktur;
  • Unterweisung, Beratung  und Unterstützung der IV-Anwen-
    der bezüglich der vom RZ unterstützen IV-Systeme,
    Netz- und Software-Produkte;
  • IV-Entwicklungsplanung und Vorbereitung vin IV-Beschaf-
    fungen (Hard- und Software) des RZ, Unterstützung der
    Universität bei Planung, Standardisierung und Koordinie-
    rung in übergreifen IV-Fragen;
  • Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. soweit sie für die
    Aufrechterhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit
    des RZ erforderlich sind;
  • Verwendung der dem RZ zugewiesenen Haushaltsmittel;
  • Sonstige vom Präsidenten der UniBwM übertragene Aufga-
    ben.

§ 3 Leitung des Rechenzentrums

(1) Das RZ wird von einem hauptamtlichen Leiter geleitet, der dem
  Präsidenten der UniBwM untersteht.

(2) 1Der Leiter RZ ist Vorgesetzter der Bediensteten. 2Er stellt
  sicher, daß die der Einrichtung zugeordneten Beamten, Angestell-
  ten und Arbeiter ihren Verpflichtungen nachkommen.

(3) Dem Leiter RZ obliegen insbesondere auch folgende Aufgaben:

·         Entscheidung über den Einsatz des am RZ zugewiesenen
Personals und der Betriebsmittel;

·         Regelung der internen Organisation, Erlaß einer Geschäfts-
ordnung und Sorge für die Wirtschaftlichkeit beim Einsatz
des Personals und der Betriebsmittel;

·         Erlaß von Betriebsregelungen bezüglich der Nutzung der
vom RZ betriebenen IV-Infrastruktur;

·         Beitrag des RZ zur Aufstellung von Haushaltsvoranschlägen;

·         Entscheidung über den Zulassungsumfang zur Nutzung der
IV-Ressourcen des RZ gemäß § 5 sowie den Ausschluß davon;

·         Unterrichtung des Senatsausschusses für das Rechenzentrum
(SARZ) über alle grundsätzlichen Angelegenheiten.

§ 4 Senatsausschuß für das Rechenzentrum (SARZ)

(1) Der SARZ ist ein nichtständiger Senatsausschuß, dessen Vorsit-
zender und Mitglieder vom Senat jeweils für die Dauer von zwei
Jahren gewählt werden (§ 16 RahBest).

(2) 1Der SARZ besteht aus in Fragen der Datenverarbeitung fachkun-
digen Mitgliedern und ist als Fachausschuß anzusehen. 2Der Leiter
RZ gehört dem SARZ mit beratender Stimme an und führt die Ge-
schäfte des Ausschusses.

(3) 1Der SARZ berät und unterstützt unter Berücksichtigung der In-
teressen aller zur Nutzung des RZ berechtigten Mitglieder der
UniBwM das RZ bei der Erfüllung seiner Aufgaben und gibt en-
tsprechende Empfehlungen an den Senat bzw. an das RZ in Ange-
legenheiten von grundsätzlicher Bedeutung, insbesondere hin-
sichtlich der

  • Versorgung der Universität mit zentraler IV-Infrastruktur
  • Vergabe von IV-Leistungen an die Benutzer (z.B. Kontin-
    gentierung, Rangstufe, Priorität)
  • Weiterentwicklung und Ausbauplanung der IV-Infrastruktur
    des RZ
  • Haushalts- und Personalplanung
  • Betriebsordnung des RZ.

2Das RZ greift Empfehlungen auf, die ihm vom SARZ gegeben wer-
den; der Leiter RZ bezieht hierzu Stellung und berichtet dem SARZ
über das weitere Vorgehen.

II. Benutzungsordnung

      Präambel

1Das Rechenzentrum (RZ) der Universität der Bundeswehr München
(UniBwM) betreibt eine Informationsverarbeitungs-Infrastruktur (IV-Infra-
struktur), bestehend aus Datenverarbeitungsanlagen (Rechnern), Kom-
munikationssystemen (Netzen) und weiteren Hilfseinrichtungen der Infor-
mationsverarbeitung. 2 Die IV-Infrastruktur ist in das deutsche Wissen-
schaftsnetz (WiN) und damit in das weltweite Internet integriert. 3Die
vorliegende Benutzungsordnung regelt die Bedingungen, unter denen die
IV-Infrastruktur genutzt werden kann. 4Die Benutzungsordnung

  • orientiert sich an den gesetzlich festgelegten Aufgaben der
    UniBwM und an deren Mandat zur Wahrung der akademischen
    Freiheit im Sinne von §3 GrundO
  • stellt Grundregeln füt einen ordnungsgemäßen Betrieb der IV-In-
    frastruktur auf
  • weist hin auf die zu wahrenden Rechte Dritter (z.B. Software-Li-
    zenzen, Auflagen der Netzbetreiber, Datenschutzaspekte)
  • verpflichtet den Benutzer zu korrektem Verhalten und zum öäkono-
    mischen Gebrauch der angebotenen Ressourcen
  • klärt auf über eventuelle Maßnahmen des RZ bei Verstößen gegen
    die Benutzungsordnung oder die Betriebsregelungen.

§ 5 Geltungsbereich

Diese Benutzungsordnung gilt für die vom RZ bereitgehaltene IV-Infra-
struktur, bestehend aus Datenverarbeitungsanlagen (Rechnern), Kommu-
nikationssystemen (Netzen) und weiteren Hilfseinrichtungen der Informa-
ionsverarbeitung.

§ 6 Benutzerkreis und Aufgaben

(1) 1Die in § 5 genannten IV-Ressourcen stehen den Mitgliedern der
UniBwM zur Erfüllung ihrer Aufgaben aus Forschung, Lehre, Verwaltung,
Aus- und Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Außendarstellung der
UniBwM und für sonstige im Teil A der Rahmenbestimmungen für Struktur
und Organisation der Universität der Bundeswehr München (RahBest)
beschriebene Aufgaben zur Verfügung. 2Darüber hinaus stehen die
IV-Ressourcen für Aufgaben zur Verfügung, die auf Weisung des
Bundesministers der Verteidigung durchgeführt werden.

(2) Anderen Personen und Einrichtungen kann die Nutzung gestattet
werden.

§ 7 Formale Benutzungsberechtigung

(1) 1Wer IV-Ressourcen gemäß § 5 benutzen will, bedarf einer forma-
len Benutzungsberechtigung des RZ. 2Ausgenommen sind Dienste,
die für anonymen Zugang eingerichtet sind (z.B. Informationsdienste,
Bibliotheksdienste).

(2) Die Zulassung zur Benutzung der IV-Ressourcen des RZ und seiner
Betriebsmittel ist auf einem Formblatt beim RZ zu beantragen.

(3) 1Der Antrag auf eine formale Benutzungsberechtigung muß folgen-
de Angaben enthalten:

  • Systeme, für welche die Benutzungsberechtigung beantragt wird
  • Antragsteller: Name, Adresse, Telefonnummer (bei Studenten auch
    Matrikelnummer) und gegebenenfalls Zugehörigkeit zu einer organi-
    satorischen Einheit der UniBwM
  • Angaben zum Zweck der Nutzung, beispielsweise Forschung,
    Ausbildung / Lehre, Verwaltung
  • Kurzbeschreibung des Vorhabens
  • Einträge für Informationsdienste der UniBwM
  • Angaben darüber, ob personenbezogene Daten verarbeitet werden
  • die Erklärung, daß der Benutzer die Benutzungsordnung anerkennt
    und in die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten
    gemäß § 9 Abs. 3 und 4 einwilligt
  • gegebenenfalls Name und Unterschrift sowie Universitätsbereich
    des Genehmigungsberechtigten; die Genehmigungsberechtigten
    werden dem RZ von den Bereichen benannt.

2Weitere Angaben darf das RZ nur verlangen, soweit diese zur
Entscheidung über den Antrag erforderlich sind.

(4) 1Über den Antrag entscheidet der Leiter RZ. 2Er kann die Erteilung
der Benutzungsberechtigung vom Nachweis bestimmter Kenntnisse über
die Benutzung der Anlage abhängig machen.

(5) Die Benutzungsberechtigung darf versagt werden, wenn

  • begründete Anzeichen vorliegen, daß der Antragsteller sei-
    nen Pflichten als Benutzer gemäß § 8 nicht nachkommen wird;
  • die Kapazität der Anlage, deren Benutzung beantragt wird,
    wegen einer bereits bestehenden Auslastung für die beab-
    sichtigten Arbeiten nicht ausreicht;
  • das Vorhaben nicht mit den Zwecken nach § 6 Abs. 1 und
    § 8 Abs. 1 vereinbar ist;
  • die Anlage für die beabsichtigte Nutzung offensichtlich un-
    geeignet oder für spezielle Zwecke reserviert ist;
  • die zu benutzende Anlage an ein Netz angeschlossen ist,
    das besonderen Datenschutzerfordernissen genügen muß
    und kein sachlicher Grund für diesen Zugriffswunsch er-
    sichtlich ist;
  • zu erwarten ist, daß durch die beantragte Nutzung andere
    berechtigte Nutzungen in unangemessener Weise gestört
    werden.

(6) Die Benutzungsberechtigung berechtigt nur zu Arbeiten, die in Zu-
sammenhang mit der beantragten Nutzung stehen.

§ 8 Pflichten des Benutzers

(1) 1Die IV-Ressourcen gemäß § 5 dürfen nur zu den in § 6 Abs. 1 ge-
nannten Zwecken genutzt werden. 2Eine Nutzung zu anderen, insbe-
sondere gewerblichen Zwecken kann nur auf Antrag und gegen Entgelt
gestattet werden.

(2) 1Der Benutzer ist verpflichtet, darauf zu achten, daß er die vo-
rhandenen Betriebsmittel (z.B. Arbeitsplätze, CPU-Kapazität, Plat-
tenspeicherplatz, Leitungskapazitäten, Peripheriegeräte und Ver-
brauchsmaterial) verantwortungsvoll und ökonomisch sinnvoll nutzt.
2Der Benutzer ist verpflichtet, Beeinträchtigungen des Betriebes,
soweit sie vorhersehbar sind, zu unterlassen und nach bestem
Wissen alles zu vermeiden, was Schaden an der IV-Infrastruktur
oder bei anderen Benutzern verursachen kann. 3Zuwiderhan-
dlungen können Schadensersatzansprüche begründen (§ 11).

(3) 1Der Benutzer hat jegliche Art der mißbräuchlichen Benutzung
der IV-Infrastruktur zu unterlassen. 2Er ist insbesondere dazu verpflichtet,

  • ausschließlich mit Benutzerkennungen zu arbeiten, deren
    Nutzung ihm gestattet wurde; die Weitergabe von Ken-
    nungen und Paßwörtern ist grundsätzlich nicht gestattet;
  • den Zugang zu den IV-Ressourcen durch die vorgegebe-
    nen Sicherheitsmechanismen zu schützen;

Vorkehrungen zu treffen, damit unberechtigten Dritten der
Zugang zu den IV-Ressourcen verwehrt wird; dazu gehört
es insbesondere, einfache, naheliegende Paßwörter zu
meiden, die Paßwörter des öftern zu ändern und das Log-
out durchzuführen.

3Der Benutzer trägt die Verantwortung für alle Aktionen, die unter
seinen Benutzerkennungen vorgenommen werden, und zwar auch
dann, wenn diese Aktionen durch Dritte vorgenommen werden,
denen er zumindest fahrlässig den Zugang ermöglicht hat. 4Der
Benutzer ist darüber hinaus verpflichtet,

 

  • bei der Benutzung von Software (Quellen, Objekte), Doku-
    mentationen und anderen Daten die gesetzlichen Regelun-
    gen (Urheberrechtsschutz, Copyright) einzuhalten;
  • sich über die Bedingungen, unter denen die zum Teil im
    Rahmen von Lizenzverträgen erworbene Software, Doku-
    mentationen und Daten zur Verfügung gestellt werden, zu
    informieren und diese Bedingungen zu beachten;
  • insbesondere Software, Dokumentationen und Daten, so-
    weit nicht ausdrücklich erlaubt, weder zu kopieren noch
    weiterzugeben noch zu anderen als den erlaubten, insbe-
    sondere nicht zu gewerblichen, Zwecken zu nutzen.

5Zuwiderhandlungen können Schadensersatzansprüche begründen
(§ 11).

(4) 1Die IV-Infrastruktur darf nur in  rechtlich korrekter  Weise ge-
nutzt werden. 2Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß ins-
besondere folgende Verhaltensweisen nach dem Strafgesetzbuch
unter Strafe gestellt sind:

  • Ausspähen von Daten (§ 202a StGB);
  • unbefugtes Verändern, Löschen, Unterdrücken oder Un-
    brauchbarmachen von Daten (§ 303a StGB);
  • Computersabotage (§ 303b StGB) und Computerbetrug (§
    263a StGB);
  • die Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger
    Organisationen (§ 86 StGB) oder von rassistischem Gedan-
    kengut (§ 130 StGB);
  • die Verbreitung gewisser Formen von Pornographie im Netz
    (§ 184 Abs. 3 StGB);
  • Abruf oder Besitz von Dokumenten mit Kinderpornographie
    (§ 184 Abs. 5 StGB);
  • Ehrdelikte wie Beleidigung oder Verleumdung (§§ 185 ff StGB).

3Die UniBwM behält sich die Verfolgung strafrechtlicher Schritte
sowie zivilrechtlicher Ansprüche vor (§ 11).

(5)  1Dem Benutzer ist es untersagt, ohne Einwilligung des RZ

  • Eingriffe in die Hardware-Installation vorzunehmen;
  • die Konfiguration der Betriebssysteme oder des Netzwer-
    kes zu verändern.

2Die Berechtigung zur Installation von Software ist in Abhängigkeit
von den jeweiligen örtlichen und systemtechnischen Gegebenhei-
ten gesondert geregelt.

(6) 1Der Benutzer ist verpflichtet, ein Vorhaben zur Bearbeitung pe-
rsonenbezogener Daten vor Beginn dem RZ schriftlich anzuzeigen.
2Davon unberührt sind die Verpflichtungen, die sich aus Bestim-
mungen des Datenschutzgesetzes ergeben. 3Dem Benutzer ist es
untersagt, für andere Benutzer bestimmte Nachrichten zur Kennt-
nis zu nehmen und / oder zu verwerten.

(7) Der Benutzer ist verpflichtet,

  • die vom RZ zur Verfügung gestellten Benutzungsleitfäden
    zu beachten;
  • im Verkehr mit Rechnern und Netzen anderer Betreiber de-
    en Benutzungs- und Zugriffsrichtlinien einzuhalten.

§ 9 Aufgaben, Rechte und Pflichten des Rechenzentrums

(1) 1Das RZ führt eine Dokumentation über die erteilten Benutzungs-
berechtigungen. 2Die Unterlagen sind nach Auslaufen der Berech-
tigung mindestens zwei Jahre aufzubewahren.

(2) Das RZ gibt die Ansprechpartner für die Betreuung seiner Benutzer
bekannt.

(3) 1Das RZ trägt in angemessener Weise zum Verhindern bzw. Auf-
decken von Mißbrauch bzw. von Verstößen gegen die Benutzungsor-
dnung sowie insbesondere gegen urheber-, datenschutz- und stra-
frechtliche Bestimmungen bei. 2Hierfür ist es insbesondere dazu
berechtigt,

  • die Sicherheit der von ihm betriebenen IV-Infrastruktur mit
    geeigneten Werkzeugen, insbesondere in Form von Stich-
    proben, zu überprüfen, um seine Ressourcen und die Daten
    der Benutzer vor Angriffen Dritter zu schützen;
  • nur bei Verdacht auf Verstöße gegen die Benutzungsor-
    dnung oder gegen strafrechtliche Bestimmungen unter Be-
    achtung des Vieraugenprinzips und der Aufzeichnungs-
    pflicht durch seinen Leiter bzw. dessen Beauftragte in Be-
    nutzerdateien, Mailboxen und mitprotokollierte Datenströ-
    me Einsicht zu nehmen;
  • bei Erhärtung des Verdachts auf strafbare Handlungen er-
    forderlichenfalls beweissichernde Maßnahmen zu ergreifen.

(4) Das RZ ist dazu berechtigt, die Aktivitäten der Benutzer zu doku-
mentieren und auszuwerten, soweit dies Zwecken der Abrechnung,
der Ressourcenplanung, sowie der Überwachung des Betriebes oder
der Verfolgung von Fehlerfällen, von Verstößen gegen die Benutzungs-
ordnung oder gegen gesetzliche Bestimmungen dient;

(5) Das RZ ist zur Vertraulichkeit verpflichtet.

(6) Das RZ ist verpflichtet, im Verkehr mit Rechnern und Netzen an-
derer Betreiber deren Benutzungs- und Zugriffsrichtlinien einzuhalten.

§ 10 Haftung des Rechenzentrums, Haftungsausschluß

(1) 1Das RZ übernimmt keine Garantie dafür, daß die Systemfunktio-
nen den speziellen Anforderungen des Nutzers entsprechen oder daß
das System fehlerfrei und ohne Unterbrechung läuft. 2Das RZ kann nicht
die Unversehrtheit (bezüglich Zerstörung, Manipulation) und Vertraulich*-
keit der bei ihm gespeicherten Daten garantieren.

(2) Das RZ haftet nicht für Schäden gleich welcher Art, die dem Benutzer
aus der Inanspruchnahme von IV-Ressourcen gemäß § 5 entstehen, soweit
sich nicht aus den gesetzlichen Bestimmungen zwingend etwas anderes ergibt.

§ 11 Folgen einer mißbräuchlichen oder gesetzeswidrigen Nutzung

(1) 1Bei Verstößen gegen gesetzliche Vorschriften oder gegen die Bestim-
mungen dieser Benutzerordnung, insbesondere gegen § 8 (Pflichten des
Benutzers), kann das RZ die Benutzungsberechtigung ganz oder teilweise
entziehen. 2Es ist dabei unerheblich, ob der Verstoß einen materiellen
Schaden zur Folge hatte oder nicht. 3Die aus dem Nutzungsverhältmis ent-
standenen Verpflichtungen des Benutzers werden nicht berührt; insbeson-
dere bleibt der Anspruch der UniBwM auf das gegebenenfalls vereinbarte
Entgelt im Rahmen der erfolgten Nutzung bestehen.

(2) Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen kann ein Benutzer
auf Dauer von der Benutzung sämtlicher IV-Ressourcen gemäß § 5 aus-
geschlossen werden.

(3) Entziehung und Ausschluß werden vom Leiter RZ schriftlich ausge-
sprochen, begründet und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen.

(4) Hiergegen ist Widerspruch zulässig; er ist über den Vorsitzenden
des SARZ an den Präsidenten der UniBwM zu richten.

(5) 1Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder gegen die Bestim-
mungen dieser Benutzungsordnung werden auf ihre strafrechtliche
Relevanz sowie auf zivilrechtliche Ansprüche hin überprüft. 2Be-
deutsam erscheinende Sachverhalte werden der jeweiligen
Rechtsabteilung übergeben, die die Einleitung weiterer Schritte*
prüft. 3Die UniBwM behält sich die Verfolgung strafrechtlicher *
Schritte sowie zivilrechtlicher Ansprüche ausdrücklich vor.

 

§ 12 Aufgabengruppen und Rangstufen

(1) Unter Berücksichtigung von § 6 (Benutzerkreis und Aufgaben) ste-
hen die IV-Ressourcen des RZ gemäß § 5 zur Verfügung zur
Durchführung von

  • (Aufgabengruppe 1)
    Aufgaben gemäß § 6 Abs. 1 dieser Benutzungsordnung;
  • (Aufgabengruppe 2)
    Arbeiten aus dem Bereich der Forschung und Lehre an der
    Universität der Bundeswehr Hamburg (UniBwH), soweit
    diese Aufgaben überwiegend aus Mitteln dieser Hochschule
    oder aus Zuwendungen des Bundes, eines Landes, der DFG
    oder der Stiftung Volkswagenwerk finanziert werden;
  • (Aufgabengruppe 3)
    sonstiger fremdbestimmter Drittmittelforschung von Ange-
    hörigen der UniBwM (§ 3 Abs. 1 der Drittmittelrichtlinien)
    sowie von Aufgaben aus dem Bereich der Forschung und
    Lehre an anderen Hochschulen und Einrichtungen, die
    überwiegend aus öffentlichen Mitteln oder aus Mitteln der
    Max-Plank-Institute finanziert werden;

(Aufgabengruppe 4)
sonstigen Aufgaben aus dem Bereich der Forschung und
Lehre, die nicht aus öffentlichen Mitteln finanziert werden,
soweit ein öffentliches Interesse vorliegt;

(2) Die Reihenfolge der Benutzung (Rangstufe) ergibt sich grund-
sätzlich aus der Zeitfolge der Zugriffe durch die Benutzer.

(3) Der Leiter RZ kann bei Überlastung von IV-Ressourcen oder zur
Sicherung von Terminen bestimmen, daß

  • die Reihenfolge der Benutzung in der Rangfolge der Aufga-
    bengruppen erfolgt;
  • innerhalb der Rangstufen die Reihenfolge vom Umfang der
    Anforderung an die Betriebsmittel bedingt ist;
  • einzelne Leistungen, DV-Anlagen oder Kommunikations-
    Komponenten ganz oder überwiegend für bestimmte Auf-
    gaben eingesetzt werden;
  • Kontingentierungen des Benutzungsumfanges gilt.

(4) Zur Behebung kurzfristiger Engpässe oder zur Leistungssteigerung
der IV-Infrastruktur kann der Leiter RZ geeignete systemtechnische
Steuerungsmaßnahmen anordnen.

§ 13 Sonstige Regelungen

(1) Für die Nutzung von IV-Ressourcen im Rahmen der Aufgabengrup-
pen 3 bis 5 (§ 12 Abs. 1) sind Entgelte zu vereinbaren.

(2) Für bestimmte Systeme können bei Bedarf ergänzende oder ab-
weichende Betriebsregelungen festgelegt werden.

III. Schlußbestimmungen

§14 Inkrafttreten, Außerkrafttreten

1Diese Betriebsordnung des Rechenzentrums der Universität der Bundes-
wehr München tritt am Tag nach der Veröffentlichung in den Allgemeinen
Bekanntmachungen der Universität der Bundeswehr München in Kraft.
2Zugleich tritt die Betriebsordnung des Rechenzentrums der Universität
der Bundeswehr München vom 19. Februar 1986 außer Kraft. 3Das Ver-
fahren nach § 75 Abs. 1 Nr. 15 BPersVG ist eingehalten worden.

Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Senats der Universität der
Bundeswehr München vom 24. Juni 1998.

Neubiberg, den 28. September 1998

Universität der Bundeswehr München

            

Dr. Hans Georg Lößl

 

Präsident

 

 

Diese Ordnung wurde am 28. September 1998 in der Universität der Bun-
deswehr München niedergelegt. Die Niederlegung wurde am 28. Septem-
ber 1998 durch Anschlag in der Universität der Bundeswehr München be-
kanntgegeben. Tag der Bekanntmachung ist der 28. September 1998.


05.11.98: Walter Kirsch, RZ